Rückblick - Nicht nur die „Bugrammer“ schwätze Platt !

Sonntag, 22. Oktober 2017

Zu ihrem einundzwanzigsten Mundart-Nachmittag seit der Gründung der Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell e.V. hatten die „Plattschwätzer“ am Sonntag, 22. Oktober 2017 ins Bürgerhaus St. Aldegund-Mosel eingeladen.

Dieser Einladung der Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell zum Mundart-Nachmittag im Bürgerhaus St. Aldegund folgten zahlreiche Plattschwätzer von Eifel, Mosel und Hunsrück. Die schön geschmückte Halle war sehr gut besetzt.

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Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Gerhard Schommers und Ortsbürgermeister Günter Treis starteten die „Schobbeschlorbser“, Thomas Reuter und Werner Quahst mit schwungvollen selbst verfassten und vertonten Mundart-Liedern.

Hermann Schneider aus „Kahm“, offiziell Kaifenheim, strapazierte die Lachmuskeln des Publikums mit seinen Geschichten die Handwerker erleben und die Kunden erleiden.

Foto: Klaus Wendt, Veröffentlichung mit dessen freundlicher Genehmigung. Zum Vergrößern Bild bitte anklicken!

Agnes Wilhelms aus Peterswald berichtete über „Ditt und Datt en Piddaschwäller Platt bevor Ute Schneider aus Ellenz von den Freuden und Leiden einer Winzersfrau im „Hörrest“ berichtete wobei dabei nicht die Jahreszeit gemeint ist sondern die turbulente Zeit der Weinlese.

Ein Eifeler Urgestein ist Werner Wendel aus Laubach der mit seinen kuriosen Erlebnissen wahre Lachstürme auslöste. Besinnlich wurde es dann mit den Gesangs- und Sprechvorträgen von Erika und Freimut Stephan aus Laufersweiler.

Der Heimat- und Verkehrsverein St. Aldegund hatte die Bewirtung übernommen.

Schon eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung wurde das Kuchenbüffet gestürmt und in der Pause wurde ordentlich nachgeordert.

Josef Oster-Daum aus Binningen eröffnete die „zweite Halbzeit“ mit seinen Liedern in Mundart die das tägliche Leben eines Familienvaters beschrieben. Gefolgt wurde er von Walter Becker aus Forst-Eifel der über die Männer und ihre Probleme berichtete.

Luxemburg gehört weitgehend zum moselfränkischen Sprachraum und das „Letzeburgische“ ist nicht nur eine der Amtssprachen sondern wird in Kirchen und Schulen ganz selbstverständlich praktiziert. Regina und Peter Haase aus Mesenich berichteten hierüber mit einigen interessanten Sprachbeispielen.

Die Stimmung kochte hoch als Alfred Pitsch aus Kail berichtete „wenn en Mann kaafe jieht“. Ein wahres Drama in mehreren Akten.

Still und aufmerksam lauschten die Besucher als Manfred Millen aus Altstrimmig über „Kappes un Ärwes – Stremmier Kirmes“ berichtete – wie es früher war und wie man heute die Kirmes feiert.

Das Programm beschlossen die „Schobbeschlorbser“ mit ihren Liedern „On mäiner Mussel“ und „Sunndach Morient brummt dat Käppche“.

Gerhard Schommers