Plattschwätzer beim Tatzelwurm

Die Mundart-Initiative mit dem Nachtwächter durch Kobern

                                                                                                                                                                                                              Foto: Thomas Sisterhenn

Zu einem besonderen Ereignis hat die „Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell e.V.“ eingeladen. In der Moselgemeinde Kobern durften sie den Nachtwächter (Josef Steiner) und seine Marketenderin (Ute Lellmann) auf ihrer abendlichen Patrouille, die sie in ritterlichen Gewändern und Sprache unterhielten, durch die verwinkelten Gassen des historischen Ortskerns begleiten. Los ging es am Koberner Wahrzeichen, dem Tatzelwurmbrunnen, wo man mit einem Gläschen Wein begrüßt wurde. Weiter folgte man den Spuren von Ritter Romlian dem II., der Bergwerksgeschichte um den Norbertusstollen, den historischen Zehnthäusern sowie dem ältesten Fachwerkhaus von Rheinland-Pfalz. Auch bekam man noch einen Einblick in die jüngere Vergangenheit am Gebäude des ehemaligen „Moseltanzpalast  EDÖ“, an die Besuche sich noch etliche Teilnehmer erinnern konnten. Zum Schluß ging es noch zu einem kleinen Imbiss in den historischen Rittersaal, wo man den Abend ausklingen lies. Es war  eine rundum gelungene Veranstaltung.



Die Plattschwätzer besuchten Alken

Die Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell e.V. hatte zu einem Besuch der Moselgemeinde Alken eingeladen. Und es kamen fast dreißig interessierte Teilnehmer.

Mit Karl-Heinz Schunk erlebten wir einen hoch interessanten Nachmittag. Karl-Heinz hat ein enormes Wissen über seine Heimatgemeinde Alken und deren Geschichte und verstand es, dieses Wissen sehr unterhaltsam den Teilnehmern zu vermitteln.

Die Besucher vor dem Portal des Wiltbergschlosses                                                                                                                           Foto:Walter Becker


Alken ist schon im 10. Jahrhundert als „Alkana“ urkundlich erwähnt und hat mit seiner Doppelburg „Thurant“ eine weltweite Bekanntheit. Die Besonderheit der Burg ist, dass zwei „Herren“ jeweils auf dem gleichen Bergsporn im 11, und 12. Jahrhundert ihre Burgen bauten, nämlich „Kurköln“ und „Kurtrier“. Alken hatte eine „Stadtbefestigung“ von der noch viele Teile erhalten sind. Zum Beispiel der Wehrturm aus dem Jahr 1256 an der Mosel-Promenade, das „Fallertor“ als südliches Tor der Befestigungsanlage und das Osttor im Bachtal.

Ein erstes Highlight des Rundgangs war das ab 1350 erbaute „Wiltbergschloss“, das heute von mehreren Parteien bewohnt ist. Zum Areal dieses Schlosses gehört auch das Weingut „AHA“ = Anton-Hammes-Alken“. Weitläufige Gewölbekeller, die ehemals zum Schloss gehörten sind vom Weingut genutzt und liegen unter Gebäuden, einer Straße und einem Weinberg.

Unmittelbar am Weingut startet die hohe Treppe hinauf zu historischen „St. Michaels-Kirche“ erbaut ab 1015. Der Weg über die vielstufige Treppe lohnt sich. Nicht nur wegen der einmalig schönen Aussicht über Alken und das Moseltal. Aber auch das Innere der Kirche, die bis  1849 die Pfarrkirche war. Nach dem Bau der neuen Pfarrkirche wurde die Michaels-Kirche verlassen, ihre Ausstattung in die neue Kirche und andere Stellen übergeben. Fast 150 Jahre befand sich „St. Michael“ im „Dornröschen-Schlaf bis nach 1981 zahlreiche Bürger eine Restaurierung, unter anderem eine Freilegung wertvoller Fresken und eine Neu-Ausstattung der Kirche mit großem Aufwand an ehrenamtlicher Arbeit und finanzieller Mittel durchführten.

Der Rundgang endete am und im „Fallertor“ mit vielen Informationen über die Geschichte Alkens.

Rund ein Dutzend Teilnehmer stärkten sich anschließend in einer Alkener Straußwirtschaft. Der Besuch in Alken hat sich gelohnt.

Gerhard Schommers


Mundart-Führung in Winningen


Auf Einladung der Mundart-Initiative fand am Freitag vor Pfingsten eine Dorfführung in Mundart in Winningen statt. Rund 25 Teilnehmer waren gekommen und lauschten den interessanten Ausführungen von Frau Rosemarie Hautt, einer sehr liebenswürdigen und bestens informierten Winninger Bürgerin.

 

Schon zur Römerzeit war Winningen besiedelt, wie Bodenfunde nachweisen. Winningen gehörte zur Zeit der Reformation zur Grafschaft Sponheim. Die Grafen wechselten zum evangelischen Glauben  und damit auch die Bevölkerung. Winningen war damit eine „Enklave“ umringt von Dörfern mit katholischer Bevölkerung. Insbesondere mit dem Bau der Bahnstrecke Koblenz-Trier kamen mehr und mehr Katholiken ins Dorf und in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine kleine katholische Kirche  erbaut. Die historische und sehr gepflegte romanische Kirche in der Dorfmitte ist nach der Reformation die Kirche der evangelischen Bevölkerung.

Der Bau der Bahn brachte für Winningen einen ganz erheblichen Aufschwung. Und als Teil der preußischen Rheinprovinz gewann Winningen  zahlreiche Abnehmer im meist evangelischen Preußen für den Winninger Wein. Es entstanden repräsentative Kellereibauten mit „herrschaftlichen“ Wohnhäusern.

 

Im Dorfzentrum sind zahlreiche historische Bürgerhäuser erhalten. Ganz vorbildlich und an der Mosel fast einmalig sind die rund 90 ha vorbildlich gepflegter Weinberge, weitestgehend in der Steillage mit berühmten Lagen wie Uhlen, Röttgen, Brückstück. Winningen profitiert heute von der Nähe zu Städten wie Koblenz, Bonn oder Köln, mit der Bahn leicht und schnell erreichbar. Als die Besuchergruppe am Schluss der Führung zum „Hexenbrunnen“ an der Moselfront  kam, fanden sie dort  einige hundert Besucher, die bei herrlichem Sonnenschein den Winninger Wein genossen und das leckere Angebot an moseltypischen Speisen. Winningen ist einen Besuch wert. 





Die Plattschwätzer unterstützen soziale Einrichtungen.
Seit Jahren unterstützt die Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell e.V. soziale Einrichtungen mit Spenden. In diesem Jahr ging unter anderem eine Spende in Höhe von 500 € an das Hospiz St. Josef Mittelmosel in Zell.
Vorstandsmitglied und Schatzmeister Oswald Gietzen überreichte den Scheck dieser Tage an die Leitung des Hospizes. Eine weitere Spende ging an ein Krankenhaus in Ghana.

Foto: Hospiz St. Josef Mittelmosel.


Diesen Neujahrsgruß haben wir als Kinder so ironisch weitergegeben. Jetzt habe ich ihn aus der Eifel so aufgefunden.

 


Foto: Klaus Wendt

Plattschwätzer erhalten den Kulturförderpreis des Kreis Cochem-Zell

Foto: Hilde Schultes

Die Plattschwätzer besuchten das „bürgerliche“ Trier.

Gerhard Schommers erhält Verdienstmedaille des Landes

Unser Vorsitzender der "Mundartinitiative im Kreis Cochem-Zell e.V.", Gerhard Schommers aus St.Aldegund, erhielt die höchste Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz, die goldene Verdienstmedaille.

Gerhard Schommers wurde für sein vielfältiges Engagement für die Allgemeinheit, für sein Ehrenamt in den unterschiedlichsten  Gruppen ausgezeichnet. In einer Feierstunde im Sitzungssaal der Kreisverwaltung bekam Gerhard Schommers die Auszeichnung verliehen. Dazu gratulieren wir ihm zu dieser verdienten Würdigung von ganzem Herzen.

 

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